In der Materialwirtschaft sollen die Vorgänge abgedeckt werden, die zur Materialbedarfsplanung, Materialbeschaffung, Bestandsführung, Rechnungsprüfung und Materialbewertung notwendig sind. Um diese komplexen Unternehmensstrukturen im ERP-System abbilden zu können, sind detaillierte Organisationsstrukturen unabdingbar. Mit Hilfe der Verknüpfung der Organisationseinheiten untereinander können die verschiedenen Unternehmensbereiche zusammengeführt und eine Darstellung der Aufbaustruktur des Gesamtunternehmens ermöglicht werden. Die verschiedenen Begrifflichkeiten sind dabei nicht nur rein beschreibender Natur, sondern üben auch eine Funktionalität aus.[1] So werden in SAP z.B. auf der Ebene der Verkaufsorganisation die Begriffe Verkaufspreise und Konditionen definiert. Abb. 6 stellt beispielhaft für das Konzern-ERP-System SAP R/3 die Organisationsebenen des Moduls Material Management dar.
Fehlt eine Organisationsmodellierung oder ist diese unzureichend führt dies zu erheblichen Problemen in den nachfolgenden Projektphasen.
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Abb. 6: Organisationsstrukturen der Materialwirtschaft in SAP R/3 |
Quelle: Kollmann, Grundlagen elektronische Geschäftsprozesse in der Net Economy, S. 33.
[1] Jacob, ERP Value, Signifikante Vorteile mit ERP-Systemen, Heidelberg 2008, S. 8.

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